Teichfische

Teichfische für den Garten

Teichfische bringen Leben in Ihren Garten. Aber natürlich sieht der Gartenteich dank der Fische noch viel schöner aus. Leider setzen viele Gartenbesitzer ohne viel Nachdenkens Fische in den Teich und wundern sich, wenn diese nicht lange leben. Es ist unwahrscheinlich wichtig, sich vorab Gedanken zu machen. Vor allem müssen die Verhältnisse bedacht werden, unter denen die Tiere leben werden, wenn sie in den Teich kommen. Wie viele Teichfische möchten Sie besitzen? Und kennen Sie die verschiedensten Teichfischarten?

Es gibt bei Fischen viel zu bedenken, leider kann nicht jeder Teichfisch auch in jeden Teich gesetzt werden. Der Stör zum Beispiel kann gar nicht rückwärts schwimmen und könnte sich in einem Teich recht schnell verfangen, wenn dort auch viele Pflanzen eingesetzt wurden. Auch sollte immer bedacht werden, dass die Fische nicht gleich in das frische Wasser gesetzt werden dürfen. Dieser muss erst ins Gleichgewicht kommen, damit die Tiere auch darin leben können. Wer Koi Fische für seinen Teich wünscht, muss auch beachten, dass diese die Teichpflanzen gerne herausreißen. Hier müssen die Pflanzen unbedingt in Körbe gesetzt werden. Sie sehen, es gibt schon einige wichtige Punkte zu beachten.

Sie müssen bei den Fischen auch daran denken, dass der nächsten Winter garantiert kommt. Die Tiere müssen genügend Raum haben, um in die Tiefe des Teichs zu gelangen und sich dort aufzuhalten. Im Winter ist in den Tiefen das Wasser wärmer und sorgt dafür, dass die Fische überleben können. Man sagt, dass pro 1000 Liter 50 cm Fischlänge berechnet werden soll. Wer sich daran hält, wird für seine Fische das Beste tun.

Teichfische bringen Vorteile mit sich, aber verschmutzen auch das Wasser

Teichfische können enorm von Vorteil sein, denn immerhin sorgen diese dafür, dass Sie weniger Stechmücken haben, die Sie ärgern. Sie machen den Gartenteich erst richtig schön. Aber leider bringen Sie auch ein wenig Nachteile mit sich. Sie verschmutzen nämlich das Wasser. Dieses wieder kann dafür sorgen, dass der Teich aus seinem biologischen Gleichgewicht fällt. Das wieder bringt Algen mit sich und in schlimmsten Fällen können die Fische durch das gestörte Gleichgewicht krank werden. Sie sollten daher auf jeden Fall einen Filter nutzen. Nur mit diesem kann die Wasserqualität perfekt gehalten werden und die Fische leben unter den besten Umständen.

Denken Sie an das regelmäßige Füttern der Fische

Teichfische müssen natürlich auch gefüttert werden. Achten Sie beim Kauf des Futters auf die beste Qualität. Das Fischfutter sollte mit Vitaminen und Mineralien versetzt sein, damit die Teichfische gesund bleiben können. Außerdem sollten Sie sich mit den unterschiedlichsten Fischkrankheiten auseinandersetzen, um handeln zu können, falls ein Fisch krank werden sollte. Viele der Krankheiten können behandelt werden.

Die Arten der Teichfische

Es gibt heute recht viele Teichfische. Angefangen bei den bekannten Fischen wie Goldfische, Störe und Koi Karpfen bis hin zu Graskarpfen und Goldorfen. Sie sollten immer die Eigenschaften der Fische bedenken, wenn Sie diese für den Teich kaufen wollen. Sie sollten wissen, dass manche Fische den Boden umwühlen und Ihre Pflanzen fressen werden. Dann wieder gibt es Fische, die die Pflanzen ausreißen oder die sich schnell fortpflanzen. Sie können sogar Fische bekommen, die fast ganz unsichtbar sein können. Das wäre natürlich sehr schade, denn Sie möchten die eingesetzten Fische ja auch gerne sehen, oder? Da jede Person bestimmte Vorstellungen hat, sollten die Fische gut gewählt werden.

Wussten Sie, dass es Oberflächenfische gibt? Diese schwimmen, wie der Name schon sagt an der Teichoberfläche. Sie brauchen Schutz vor Feinden wie die Reiher, aber werden dafür den Teich nicht mit ganz so viel Unrat verunreinigen.

Oder kennen Sie schnell fortpflanzende Fischarten? Diese sind gar nicht wenig und wenn Sie nicht aufpassen, wird der Teich bald voll von Fischen sein. Manche Fische können Hunderte von Jungen bekommen und das in nur einem Jahr. Wenn Sie dies nicht möchten, setzen Sie sich mit Teichfischen auseinander und kaufen Sie nur die, die sich nicht so ausbreiten werden.

Teichfische für den kleineren oder mittelgroßen Teich

Es gibt einige Fische, die sich in einem kleinen oder mittelgroßen Teich recht wohlfühlen werden. Diese möchten wir Ihnen gerne vorstellen:

  • Moderlischen ist ein Schwarmfisch, er ist friedlich und gehört eher zu den Oberflächenfischen. Diese Fische vermehren sich stark und laichen im späten Frühjahr.
  • Die Orfe wird bis zu 45 cm groß und ist ein Schwarmfisch. Dieser Fisch sollte mindestens mit 6 seiner Artgenossen gehalten werden. Er hält sich meist in der mittleren Wasserschicht auf und ist sehr lebhaft.
  • Auch die Schleie ist mit 30 bis 50 cm ein sehr großer Fisch. Diese Fischart ist recht friedlich und stellt keine hohen Ansprüche. Sie lebt am Boden und tobt sich dort auch gerne aus. Es handelt sich hier um eher nachtaktive Fische.
  • Der Bitterling wird ungefähr 7 cm groß und sollte in einem Trupp ab 5 Bitterlinge gehalten werden. Er ist ebenfalls ein friedlicher Fisch, der seine Eier in der lebenden Muschel legt.
  • Goldfische können 30 cm groß werden und sollten mindestens mit 4 anderen Goldfischen gehalten werden. Sie sind friedlich, aber sehr verfressen. Sie wühlen gerne am Boden, so dass Ihr Teich recht schnell getrübt sein kann. Dieser Fisch kann sich recht fix vermehren.
  • Die Elritze ist eine Fischart, die bis zu 10 cm groß werden kann. Es ist ein Schwarmfisch, der mit 10 oder mehr Elritzen gehalten werden sollte. Diese Fischart ist sehr lebhaft und hält sich auch oft an der Oberfläche auf. Diese Fische können enorm zutraulich werden, weshalb sie natürlich einen besonderen Reiz haben.
  • Auch erwähnt werden muss der gemeine Sonnenbarsch. Er wird bis zu 1 cm lang und kann reichlich für Nachwuchs sorgen.

Fische für den großen Teich

Störe und Koi-Fische können in größeren Teichen gehalten werden. Aber der Gartenteich braucht sehr viel Pflege, damit diese Fiche auch wirklich darin leben können.

Der Koi kann zwischen 60 und 80 cm groß werden. Er muss in der Gruppe gehalten werden, weil er sehr sozial ist. Seine Haltung ist in Teichen ab 20.000 Litern zu empfehlen und es muss eine Mindesttiefe von 1,5 m gegeben sein. Diese Tiere verschmutzen das Wasser sehr stark, somit brauchen Sie auf jeden Fall eine gute Filteranlage. Der Koi ist sehr empfindlich, die Wassertemperatur sollte 24 Grad betragen, zur Not muss eine Heizung eingesetzt werden. Bei artgerechter Haltung kann der Koi recht alt werden.

Der Sterlet ist ein Fisch, der zwischen 70 und 80 ccm groß wird. Es ist ein Stör, der sauberes Wasser liebt. Er kann also nicht mit dem Koi zusammen gehalten werden. Er braucht darüber hinaus auch ein sauerstoffreiches Wasser, weshalb Sie auf jeden Fall eine Filteranlage einsetzen müssen. Der Bodengrund darf nicht scharfkantig sein, damit sich der Fisch nicht verletzt. Er lebt nämlich sehr bodennah, durchfühlt aber den Teichboden nicht. Er liebt die Bewegungsfreiheit, deshalb sollte der Boden auch frei sein und nicht von Wurzeln, Felsen und anderen Sachen beschränkt werden. Der Stör kann nicht rückwärts schwimmen, das Wasser muss also frei von Fadenalgen sein, damit sich die Tiere nicht verfangen. Störe bevorzugen kühles Wasser und können im Alter sogar zahm werden. Mit bis zu 20 Jahren kann der Stör gehalten werden. Man gewöhnt sich somit an diese Fische und wird sie sehr lieben.